Geschichte der Köllnischen Heide

Die Köllnische Heide

Ein Ausflug in die Vorzeit

Die Landschaft im Berliner Raum wurde vom Norden her durch die Eiszeit geprägt. Als die mehrere hundert  Meter hohen Eismassen geschmolzen waren, hinterließen sie Felsbrocken und feinen Sand. Zurück blieb ein großes Urstromtal, in dem Berlin entstanden ist. 
Vor- und frühgeschichtliche Funde in dem Gebiet der Köllnischen Heide sind nicht nachgewiesen, hier gab es hauptsächlich Sumpf- und Moorgebiete, so dass keine Siedlungen zu vermuten sind.
Die erste urkundliche Erwähnung der Köllnischen Heide stammt aus dem Jahre 1261. Der Ort Rixdorf (Ricksdorf, Richardsdorf) dagegen wurde erst 1360 zum ersten mal in einer Urkunde genannt. 1261 überwies Markgraf Otto von Brandenburg  der Stadt Kölln eine merica (Heide), die früher im Besitz des Ritter Rudolf von Stralau war. Es ist anzunehmen, dass sich das Gebiet (das Wort merica bezeichnet ein mit Holz bewachsenes Heideland), am Ufer der Spree von Treptow durch die Niederungen bis Charlottenburg hinzog.  Um die Heidegebiete kam es mehrmals zwischen Kölln und der inzwischen gewachsenen Schwesterstadt Berlin zu Streitigkeiten über die Hütungsrechte, so dass 1543 ein Vertrag geschlossen wurde:
Alle Heidegebiete sollen zu zwei Drittel von Berlin und zu einem Drittel von Kölln genutzt werden. Daher kommt die Bezeichnung „zweier Städte Heide“ (Zwiestädter Straße). Schon bald trat Berlin diese Hütungsrechte wieder an Kölln ab, das nun im Alleinbesitz aller Heidegebiete um Rixdorf war. Kölln veranlasste die teilweise Rodung. Es entstanden die Köllnischen Wiesen, auf denen jetzt unsere Schule liegt.

Jüngere Zeitgeschichte

Nach Teilung der Stadt durch den Mauerbau 1961 war der Mangel an Baugelände so deutlich, dass in den siebziger Jahren die Entscheidung für zwei Neubaugebiete fiel: Aronstraße (1972-74) und Highdeck-Siedlung rund um den Michael-Bohnen-Ring, deren letzter Block 1984 bezogen wurde.
Den Namen Highdeck-Siedlung erhielt das Neubauviertel durch die besondere Bauweise. Die Siedlung an der Neuköllner Sonnenallee beeindruckt durch ihre Architektur. Über mehrere Straßen hinweg verbinden hier Fußgängerbrücken die meist vier- bis sechsgeschossigen Häuser. Unter diesen namensgebenden “High-Decks” fließt der Erschließungsverkehr und befinden sich Autostellplätze. So entstanden in den siebziger Jahren Sozialwohnungen mitten im Grünen, die wegen ihres Zuschnitts und der ruhigen Lage direkt an der Mauer begehrt waren.

Verwendete Literatur:
-Besiedlung und Erschließung der Köllnischen Heide- Eine Dokumentation der Kepler-Oberschule Neukölln
-25 Jahre Grundschule in der Köllnischen Heide- Festschrift zum Schuljubiläum
-Schulchronik